Wir sind Julia Sonnek und Zoe Maier, zwei Schülerinnen der WIMO Klagenfurt, und haben gerade die zwölfte Schulstufe absolviert. Mit gerade mal 18 Jahren fühlen wir uns geehrt, Teil der Jury des MLA zu sein.
Durch unseren täglichen Computergebrauch in der Schule sind wir schon kleine Expertinnen im Bereich Digital Learning.
Da wir in einer digitalisierten Welt leben, ist es für uns sehr wichtig, dass man schon früh den richtigen Umgang mit Medien lernt und sich die Vorteile zunutzemacht. Essenziell für den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht sind ein verantwortungsvoller Umgang und die Aufklärung über die Risiken des Internets.
Wir freuen uns schon sehr, die verschiedenen Projekte zu sehen, und sind gespannt auf die Kreativität jedes und jeder Einzelnen.
Nina Grünberger ist Universitätsprofessorin für Digitale Grundbildung und Mediendidaktik an der Universität Innsbruck. Dort leitet sie die Forschungsgruppe „Medienbildung und Digitale Grundbildung“. Davor war sie u.a. Professorin an der TU Darmstadt sowie Vertretungsprofessorin für Medienbildung an der PH Heidelberg sowie mehrere Jahre an der PH Wien tätig. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im Bereich soziale Ungleichheit in der Digitalität, postdigitale Phänomene und Bildung sowie Nachhaltigkeit, digitaler Kapitalismus und Kolonialismus im Bildungskontext. Aktuell befasst Sie sich intensiv mit den Dilemmata von Medien- und Demokratiebildung in postdigitalen Kontexten.
Für Nina steht Subversion, die Entwicklung von alternativen Zukunftsentwürfen und auch Aktivismus gegen eingefahrene Muster im Umgang mit digitalen Tools respektive gegenüber Tech-Konzernen im Zentrum kritischer Medienbildung. Der MLA trägt dazu bei, den Mut und die Kreativität solcher Projekte zu stärken.
Peter Janecek ist Filmproduzent und Gründer der Produktionsfirma PLAESION Film mit dem Fokus auf Dokumentarfilme, die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und Menschen zum Nachdenken, Diskutieren und Perspektivenwechsel anregen. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Journalismus, Film und Bildung und zeigt, wie audiovisuelle Medien komplexe Inhalte verständlich und emotional vermitteln können.Medienbildung ist für ihn eine grundlegende Voraussetzung für eine demokratische und aufgeklärte Gesellschaft. Wer Bilder, Geschichten und Informationen kritisch einordnen kann, ist in der Lage, Fakten von Meinungen oder Manipulation zu unterscheiden. Gerade in Zeiten von Social Media und Künstlicher Intelligenz gewinnt diese Kompetenz zunehmend an Bedeutung. Deshalb ist es Peter Janecek wichtig, dass vor allem junge Menschen zu einem reflektierten, verantwortungsvollen und kreativen Umgang mit Medien befähigt werden.
Viktoria Schöffl ist Lehrerin der Sekundarstufe 1 und nun seit 11 Jahren an einer Mittelschule in Wien tätig. Medienbildung ist für sie fester Bestandteil des Unterrichtsalltags und gleichzeitig ein Raum, um mit den Schülerinnen und Schülern kreativ zu werden. Egal ob es ein Szenendreh im Englisch-Unterricht ist oder der Versuch, einen Song mithilfe einer KI umzuschreiben. Viktoria lässt sich gerne auf die Ideen der Schülerinnen und Schüler ein und lehrt dabei den Mehrwert von digitalen Medien.
Vor 4 Jahren hat sie außerdem den Schwerpunkt „Robotics“ an ihrer Schule übernommen und programmiert seither auf einfache Weise verschiedenste Roboter mit den Schülerinnen und Schülern. Beim Programmieren beeindruckt sie die Neugier, das Durchhaltevermögen und das kreative Schaffen der Schülerinnen und Schüler.
"Digitale Medien sind nicht mehr wegzudenken. Statt uns von der Reizüberflutung überwältigen zu lassen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen, auf das Einfache und das Besondere darin.“
Univ.-Prof. Dr. Jan G. Grünwald ist Professor für das Fach „Fachdidaktik für Kunst und Gestaltung“ an der Universität Mozarteum Salzburg (Standort Innsbruck) sowie Leiter des Instituts für Gleichstellung und Gender Studies. Zudem ist er Mitglied der Arbeitskreise für Nachhaltigkeit, sowie für Inklusion und Diversität, als auch Digitalität.Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Kunstpädagogik, Bild- und Alltagskulturen, kritische Kunstvermittlung, Gender Studies, Post-Digitalität. Er ist Autor von "Der Zweifel als produktive Möglichkeit in der kunstpädagogischen Praxis" und "Male Spaces – Bildinszenierungen archaischer Männlicheiten im Black Metal". Co-Autor von "Flickernde Jugend – Rauschende Bilder. Netzkulturen im Web 2.0“. Mitherausgeber, der dieses Jahr erscheinenden Bände „Dank Images – Bildhandeln im Kontext des visuellen Kontrollverlusts" und "Cringe or worthy? Kunst- und musikpädagogische Überlegungen zu populären Jugendkulturen".
„Wer sich für die Welt interessiert, die uns umgibt, muss sich mit Prozessen des Postdigitalen auseinandersetzen. Wer sich für die Zukunft junger Menschen interessiert, muss gemeinsam mit ihnen die Voraussetzungen schaffen, um kreative, kritische und transformative Umgänge mit diesen Prozessen zu ermöglichen."