Digitaler Dialog, Menschliche Gestaltung – Eine virtuelle Kunstgalerie als Schule der Vernunft

10. & 11. Schulstufe - HTL1 Bau & Design (OÖ)

Auszeichnung 2025

Inhalt

Dieses innovative Unterrichtsprojekt verknüpft Medienbildung mit Künstlicher Intelligenz (KI) und fördert eine aufgeklärte Medienpädagogik, die Schülerinnen nicht nur zu kritischen Konsumentinnen, sondern auch zu kreativen Gestalter*innen digitaler Inhalte macht. Im Zentrum steht die Entwicklung einer virtuellen Kunstgalerie, in der Schüler*innen mit generativer KI individuelle Kunstwerke erschaffen. Die Schüler*innen entwickelten individuelle Projekte, die KI als kreatives Werkzeug hinterfragen und reflektieren.

Das Projekt förderte eine kritische Reflexion über Bias in Algorithmen. Die Schüler*innen stellten fest, dass KI oft utilitaristisch entscheidet, jedoch menschliche Werte schwer nachvollziehen kann. Die Ergebnisse waren so vielfältig wie die Schüler*innen selbst. Durch individuelle Herangehensweisen wurden neue Fähigkeiten erworben – von Prompting-Strategien bis hin zu React-Programmierung. Das Projekt zeigte, dass KI nicht nur ein Werkzeug, sondern auch eine Chance zur kritischen Reflexion ist – und Lernen über KI stets Lernen über uns selbst bedeutet.

robogalerie.jakobwger.me
ki-universum.codeandart.at
emotai.codeandart.at
ai-genesis.codeandart.at

Jurybegründung

Dieses Projekt überzeugt nicht nur mit seinen kreativen und vielfältigen Ergebnissen, sondern vor allem durch den forschenden Zugang zum Thema Künstliche Intelligenz. Ausgehend von selbst gewählten Forschungsfragen entwickeln die Schüler*innen eigene Projekte, mit denen sie sich individuell, kritisch und praxisnah mit KI auseinandersetzen. Jedes Projekt spiegelt eine persönliche Perspektive auf die Technologie und deren Wirkung auf unsere Gesellschaft.

Die Jugendlichen wenden KI nicht nur an, sondern reflektieren auch deren Möglichkeiten und Grenzen. Sie bringen eigene Interessen ein, teilen Erfahrungen und lernen im Austausch voneinander. Die Lehrperson agiert dabei nicht als klassische Wissensvermittler*in, sondern als unterstützende Mentor*in, die Raum für entdeckendes Lernen schafft und individuelle Vertiefung ermöglicht.

Die entstandenen Endprodukte sind vielfältig, authentisch und zeigen deutlich die individuelle Auseinandersetzung der Schüler:innen mit dem Thema – durch die unterschiedlichen Forschungsfragen findet insgesamt eine breite und tiefe Auseinandersetzung mit KI statt.